ATELIER No. 72 – Plattform für neue Kunst und Choreographie

Mit allapopp, .DENCUENTRO, Kamala Dubrovnik, Ja Jess mit Andras Meneses Sousa & Rebecca de Toro, Paula Montecinos Oliva, Rediet Haddis Yalew, Asad Ali Zulfiqar & Mandeep Raikhy

Termine:

Do 04.06.26

19 Uhr

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Veranstaltungsort:

PACT Zollverein

Bullmannaue 20A

45327 Essen

Deutschland

Für die Teilnahme an der Live-Radio-Performance ›Sonic Feminist Fabulations (SFF)‹ von Paula Montecinos Oliva bitten wir um das Mitbringen eigener Kopfhörer und Mobiltelefone.

Tickets

Pay as you wish an der Abendkasse und im VVK

Gastronomie

Gastronomisches Angebot ab 18:30 Uhr.

Drei Personen in Jeansjacken ziehen sich in einer Reihe mit erhobenen Armen gegenseitig an den Haar.

1 / 7 .DENCUENTRO – ›SINP'A conternura radical (Excerpt)‹ © Marcos Angeloni

Regelmäßig sind Künstler*innen aus allen Bereichen und Disziplinen eingeladen, ihre aktuellen Projekte im Rahmen des ›ATELIER – Plattform für neue Kunst und Choreographie‹ bei PACT zu zeigen.

Für jede ATELIER-Ausgabe werden Arbeiten in unterschiedlichen Entwicklungsphasen ausgewählt – von ersten Try-Outs bis zu fertigen Werken. Diese sind einen Abend lang in überraschender Zusammenstellung in verschiedenen Räumen der ehemaligen Waschkaue zu sehen. Das Publikum kann bis in den späten Abend hinein ein vielfältiges Programm erleben. Auch beim ›ATELIER No. 72‹ gibt es wieder künstlerische Beiträge aus verschiedenen Genres wie Performance, Tanz, Musik, Installation und Medienkunst.

Mit allapopp, .DENCUENTRO, Kamala Dubrovnik, Ja Jess with Andras Meneses Sousa & Rebecca de Toro, Paula Montecinos Oliva, Rediet Haddis Yalew sowie Asad Ali Zulfiqar & Mandeep Raikhy.


PROGRAMM

Der Abend beginnt um 19 Uhr mit den Filmscreenings von Kamala Dubrovnik und Rediet Haddis Yalew, die bis 23 Uhr im Loop laufen. Die Performances sind ab 19:30 Uhr gestaffelt über den Abend verteilt und können nacheinander besucht werden.

19:30 - 19:50 Uhr | Anlieferung & Wintergarten
Paula Montecinos Oliva – ›Sonic Feminist Fabulations (SFF)‹
Radio-Performance

Paula Montecinos Oliva erkundet in ›Sonic Feminist Fabulations‹, eine Live-Radiobroadcast-Performance, die Verflechtungen zwischen Sound, Körpern, Mineralien und Zerfallsprozessen. Die Version für das diesjährige ›Atelier‹ befasst sich mit Themen der Extraktion, Vertreibung und diasporischer Erinnerung und zieht Verbindungen zwischen Opferzonen des Bergbaus in andinen Gebieten und den unsichtbaren Infrastrukturen, die das gegenwärtige technologische Leben prägen. Geführt von einer tanzenden Person wird das Publikum über Mobiltelefone und Kopfhörer zu einem Sound-Walk-Erlebnis eingeladen, in dem Erzählungen und Gegenwärtigkeiten über Distanz und Zeit hinweg koexistieren.

Wir bitten um das Mitbringen eigener Kopfhörer und Mobiltelefone.

https://sonicfeministfabulations.org/live/

Choreograpie, Sound Paula Montecinos Oliva Text & Spoken Word Megan Hoetger Tanzperformance Karina Villafán

In Zusammenarbeit mit Radio Sirinu & soundtent.org


20 - 20:20 Uhr | Terrasse
Ja Jess mit Andras Meneses Sousa & Rebecca de Toro – ›Proportions of the Missing‹
Performance

In ›Proportions of the Missing‹ untersucht Ja Jess, wie sich soziale Rituale in Körper und Landschaften einschreiben. Auf dem Gelände von PACT legt Ja Jess einen Weg aus ehemaligen Grabsteinen aus, die nach Ablauf ihrer Gedenkfunktion üblicherweise geschreddert und im Stadtbau wiederverwendet werden. Die Performance, die in Zusammenarbeit mit Andras Meneses Sousa und Rebecca de Toro aufgeführt wird, verfolgt die Routen sogenannter „Laufhorizonte" über das vorindustrielle Gelände und erdenkt verschüttete Wege und flüchtige Existenzen neu. 


21 - 21:20 Uhr | Treppenhaus
Asad Ali Zulfiqar & Mandeep Raikhy – ›Unpartitioning Bodies‹
Performance / Tanz

Asad Ali Zulfiqar und Mandeep Raikhy, Künstler*innen aus Pakistan und Indien, präsentieren mit ›Unpartitioning Bodies‹ einen Tanz, der ihre miteinander verflochtenen Geschichten nicht nur anerkennt, sondern aktiv dekonstruiert. Durch Bewegung und geteilte verkörperte Erfahrungen versuchen sie, Körper, die historisch und politisch fragmentiert wurden, „zusammenzuführen“. Als weitere Stimmen werden Chimère, eine multimodale KI, und der bildende Künstler Jonathan O'Hear eingeladen, die in diesen Austausch eine Ebene der fiktiven Realität einbringen. Die Arbeit entsteht im Rahmen ihrer Residenz bei PACT.


21:30 - 21:50 Uhr | Kleine Bühne
.DENCUENTRO – ›SINP'A conternura radical (Excerpt)‹
Performance / Tanz

.DENCUENTRO präsentiert einen adaptierten Ausschnitt aus ›SINP’A‹ – einer Performance der Begegnung und Konfrontation, die von den traditionellen Ausdrucksformen des traditionellen, bolivianischen Kampftanzes Tinku inspiriert ist. Die Arbeit spiegelt wider, wie die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Tanz und Ritual die Körper und Identitäten der in Südamerika aufgewachsenen zeitgenössichen Tänzer*innen des Kollektivs transformiert hat. Mit ›SINP’A‹ würdigen sie die Kraft und Fürsorge, die im gegenseitigen Haareflechten liegt, die Präsenz der Apus und mehr-als-menschliche Körper als Teil ihrer Identität sowie die Begegnungen und Spannungen innerhalb der Tinku-Kultur.

Choreografie, Performance Amanda Romero Canepa, Greta Salado Kudrass, Constanza Ruiz Campusano Musikdesign, Komposition Carlos Auza Live Sound-Mix Nick Jonas Dramaturgie Alexander Ernst Mentoring Luz Zenaida Hualpa Garcia Recherche Assistenz Noemi Rocha T-Shirts Darline K. Kostüm Lena Kremer Gesungenes Lied ›Reverdecer‹ von Perota Chingó
Besonderer Dank an Luz Zenaida Hualpa, Noemí Rocha, mARTadero, Nina Wara Carrasco, Andrés Mansilla, Señora Julia


22 - 22:30 Uhr | Große Bühne
allapopp – ›Why is there no Tatar Science Fiction?‹
Sound-Performance

Die Frage ›Why is there no Tatar Science Fiction?‹ steht im Zentrum von allapopps künstlerischer Recherche. Für das ›ATELIER No. 72‹ präsentiert allapopp eine Soundperformance, die einen Raum schafft, der tatarische Kultur lebendig hält und zugleich Zukünfte jenseits der Bewahrung imaginiert.

Grundlage der Performance ist ein Sound- KI-Instrument, trainiert auf selbst zusammengestellter Aufnahmen aus Familienarchiven ruraler tatarischer Chorgesänge, das diese Stimmen in die Gegenwart holt.


19 - 23 Uhr / 15 min. & 5 min. im Loop | Trafohaus
Kamala Dubrovnik – ›There will always be a crack in the wall‹
Filmscreening / Installation

Kamala Dubrovnik verbindet in dem experimentellen Kurzfilm ›There will always be a crack in the wall‹ verschiedenartiges Bildmaterial zu einer poetischen Erzählung über Herkunft, Erinnerung und Verständigung zwischen Generationen und Kulturen. Ausgangspunkt ist eine Reise von Vater und Tochter von Deutschland nach Jalandhar im Punjab, Indien – eine Rückkehr, die zugleich Annäherung und Konfrontation bedeutet. Der Film arbeitet mit drei Bildquellen: dokumentarischen Aufnahmen indischer Hochzeiten aus den späten 1980er Jahren, privaten Camcorder-Videos des Vaters aus den frühen 1990ern sowie aktuellen Bildern der Tochter aus Jalandhar.

Kamala Dubrovnik – ›Untitled‹
Filmscreening

Der experimentelle Kurzfilm ›Untitled‹ basiert auf einer WDR-Radiosendung aus dem Jahr 1986. Zu hören ist ein Interview mit Mitgliedern des Vereins für mit Ausländern verheirateten Frauen in Münster, darunter die Mutter der Künstlerin, die von ihren Erfahrungen mit deutschen Behörden und in der Ehe berichtet. Im Video wird die Erzählung der Mutter durch einen Lipsync visuell wiedergegeben.

www.kamaladubrovnik.com

Text, Stimme, Schnitt, Postproduktion Kamala Dubrovnik Kamera Katharina Assi Singh, Gurbaksh Assi Singh Beratung, Betreuung Daniel Burkhardt


19 - 23 Uhr / 16 min. im Loop | Studio 1
Rediet H. Yalew – ›sKINs: Addis Abeba‹
Filmscreening / Installation

Rediet Haddis Yalew, aktuell Residentin bei PACT, bietet mit ›sKINs: Addis Abeba‹ Einblicke in ihre filmische Auseinandersetzung mit Migration und kultureller Transformation. Ihre sKINs-Serie begreift Film als lebendes Archiv und untersucht, wie die Bewegung von Menschen, Ästhetiken und Ideen Identität immer wieder neu formt. ›sKINs: Dire Dawa‹ spürte den kulturellen Verflechtungen von Äthiopiens Eisenbahnstadt nach, ›sKINs: Addis Abeba‹ folgt Jugendbewegungen und sich wandelnden städtischen Vorstellungen über 130 Jahre äthiopischer Geschichte. 


Weitere Veranstaltungen

Mi 10.06.2615–18 Uhr
Mi 17.06.2615–18 Uhr
Mi 24.06.2615–18 Uhr
Mi 01.07.2615–18 Uhr
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