Diskursprogramm Claiming Common Spaces: Earth

  • Do. 23.06.22 17 Uhr
  • Fr. 24.06.22 17 Uhr
  • Sa. 25.06.22 17 Uhr
  • Sa. 25.06.22 20:30 Uhr

Eintritt frei

In englischer Sprache
Anmeldung: service@pact-zollverein.de

Was bedeutet die fortschreitende Umwelt- und Klimazerstörung für unsere Lebensweise und unser Selbstverständnis als Menschen, für unseren Umgang mit planetaren Werten und Beziehungen? Und wie können die Künste unser Wissen und Handeln transformieren? Das Diskursprogramm CCS IV: Earth diskutiert diese Fragen mit Künstler:innen, Theoretiker:innen und Aktivist:innen. Dabei befasst es sich mit der Rolle der Ästhetik in der modernen Trennung von Natur und Kultur, dem Ressourcenabbau im Ruhrgebiet, im Globalen Süden und in der Tiefsee, mit feministischen Sorgepraktiken in der zeitgenössischen Performance und indigenen Kosmologien.

Mit Nabil Ahmed, Denise Ferreira da Silva (im Rahmen von Burning Futures: On Ecologies of Existence / HAU Hebbel am Ufer #14), Catalina Insignares, Daniel Kötter, Bojana Kunst, Carolina Mendonça, Melanie Sehgal, Margarita Tsomou.

In englischer Sprache
Anmeldung: service@pact-zollverein.de

Coltanabbau im Kongo
Filmstill: landscapes and bodies, © Daniel Kötter

Claiming Common Spaces: Earth. Panel #2 Extraktivismus mit Daniel Kötter, Louise Wagner und Nabil Ahmed

Die Ausbeutung irdischer Ressourcen spielt in der Ökopolitik eine entscheidende Rolle. Und zwar sowohl im fossilen Kapitalismus als auch in den „grünen“ Alternativen dazu, da die Energiewende die Nachfrage nach Bodenschätzen und seltenen Erden erhöht. Diese Formen des Extraktivismus sind in eine gewalttätige Geopolitik eingebettet, die neue Wege der epistemischen, forensischen und aktivistischen Praxis erfordert. Wie können ästhetische Praktiken diese Verbrechen gegen Menschen und Naturen sichtbar machen, wie politisch intervenieren? Daniel Kötter (Berlin) ist ein internationaler Dokumentarfilm- und Theaterregisseur, der jüngst eine Reihe immersiver Performances und 360°-Filmen über die Landschaften und sozialen Folgen des Extraktivismus in Deutschland, West-Papua, der Demokratischen Republik Kongo und Estland realisiert hat. Nabil Ahmed (Trondheim) ist ein transdisziplinärer Forscher und Autor, der an der Schnittstelle von räumlicher Praxis, visueller Kultur und Umweltwissenschaft arbeitet und sich für die Kriminalisierung von Ökozid im internationalen Recht einsetzt. Louise Wagner (Berlin) ist Soziologin und Umweltaktivistin bei Ende Gelände, wo sie das Bewusstsein für die kolonialen Kontinuitäten schärft, die durch die derzeitige Gasexpansion perpetuiert werden und fordert als Teil der Initiative Debt for Climate einen Schuldenerlass, um eine gerechte Transformation in Ländern des globalen Südens zu finanzieren.

Weitere Veranstaltungen
  • Mo. 20.06.22So. 26.06.22
  • Fr. 01.07.22Sa. 09.07.22

Claiming Common Spaces IV – Cool Down
Ein Festival an den planetaren Grenzen mit Vorträgen, Talks, Performances, Musik & Exkursionen

  • Do. 11.08.22 19 Uhr

Mysteriensonaten

  • Do. 18.08.22 20 Uhr
  • Fr. 19.08.22 20 Uhr
  • Sa. 20.08.22 20 Uhr
  • Mo. 22.08.22 20 Uhr