Forced Entertainment
How the Time Goes

  • Mi. 23.06.21 20 Uhr
  • Do. 24.06.21Di. 31.08.21

Eintritt frei

Die neue Arbeit von Forced Entertainment nimmt die Form einer fragmentarischen Video-Performance in sieben Episoden ein. Die Episoden werden am Premierenabend an einem Stück über fünfeinviertel Stunden ausgestrahlt – im Anschluss sind sie einzeln abrufbar.

Geboren aus dem taumelnden Schwebezustand des Lockdowns zeigt ›How the time goes‹ die Hauptakteur:innen der Kompanie in Sheffield, Berlin, dem ländlichen Frankreich, London, Wien und Budapest  in improvisierten Zoom-Calls mit dem Pianisten Marino Formento. Zwischen Küche und Badewanne wird über die Antworten auf Quizfragen, das Wetter und Beerdigungen philosophiert. Jemand versucht, die Kostüme in einem Tschechow-Stück zu erklären. Die Zeit vergeht in Schleifen. Klaviermusik spielt, ein ums andere Mal erklingt die gleiche Melodie.

Aufgenommen zwischen März und Mai 2021, fängt ›How The Time Goes‹ den seltsamen Ausnahmezustand der Pandemie ein, genau ein Jahr nach ›End Meeting For All‹, das zu Beginn des ersten Lockdowns entstand. Es entsteht ein sogartiges Sammelsurium aus unbearbeiteten Fragmenten – weder Tagebuch noch Fiktion. Gefilmt in einem einzigen Take, dauert jede Episode zwischen 25 und 60 Minuten. Dabei bestechen Forced Entertainment mit einer wilden Mischung aus ironischer Komik und melancholischem Zeitlupen-Unfug: aufbauend auf der porösen Flüchtigkeit, der Verbindung und Trennung, die dem pandemischen Online-Dasein innewohnen, erweitert die Kompanie mit ›How the Time Goes‹ ihre etablierten Methoden der Live-Performance und narrativen Dekonstruktion um neue Erfahrungsräume.

 

Konzept & Performance: Robin Arthur, Tim Etchells, Jerry Killick, Richard Lowdon, Cathy Naden, Claire Marshall & Terry O’Connor Guest Performer & Musikalische Zusammenarbeit: Marino Formenti Regie: Tim Etchells Ton: John Avery Digitale Postproduktion: Hugo Glendinning
Digitale Produktionsleitung: Jim Harrison Produktion: Forced Entertainment Ko-Produktion: HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt a.M.), PACT Zollverein (Essen). Ein Projekt im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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