Christine Brunel
JA, DANN, KREISE

  • Sa. 18.11.00 00:59 Uhr – 23:59 Uhr
  • Sa. 25.11.00 00:59 Uhr – 23:59 Uhr
  • So. 26.11.00 00:59 Uhr – 23:59 Uhr
  • Sa. 02.12.00 00:59 Uhr – 23:59 Uhr
  • So. 03.12.00 00:59 Uhr – 23:59 Uhr

Ein Tanzabend von Christine Brunel
Die Kinder und Jugendlichen der Stadt Essen lieferten mit ihrer Phantasie die Idee und die Inspiration zu diesem neuen Tanzstück.
Seit dem Herbst 1998 besucht das Tanztheater Christine Brunel Essener Schulen, um dort das Stück Die Werkstatt der Tänzer zu zeigen, das die Kinder und Jugendlichen mit getanzten Beispielen und begleitenden Worten in die Welt des Tanzes einführt. Am Ende der Vorstellung können die Kinder Vorschläge für das Thema oder die Szenerie einer Choreographie machen.
Diese phantasievollen, oft ungewöhnlichen Anregungen hat Christine Brunel gesammelt. So äußerte zum Beispiel ein Junge den Wunsch, der dem Stück den Titel gab: »Ja, dann, Kreise, in alle Richtungen, überall im Raum, mit mehreren Tänzern«.


Die drei TänzerInnen erwecken eine Auswahl aus den Ideen der Kinder in diesem Tanzstück zum Leben.

Gewidmet den Kindern und Jugendlichen der Stadt Essen



Die Vorgeschichte



Bis heute besuchte das Tanztheater Christine Brunel mit seiner Produktion über dreißig Schulen. Die meisten Kinder und Jugendliche haben "so etwas" zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen. Der Eindruck ist: Es tut den Kindern und Jugendlichen wohl, Tanz zu sehen. Ihre Interpretationen des Gesehenen sind oft erstaunlich und sehr phantasievoll. Es kommen lustige, aber auch ernste Kommentare von ihnen. Ihre Betrachtungsweisen erweisen sich als sehr individuell und unmittelbar. Sie sind in ihren Äußerungen erfrischend direkt und ehrlich: »Tanz muß nicht immer schnell sein!«, »Toll!«, »Ein Gefühl von Langeweile«, »Wenn die Tänzer in alle Richtungen und nicht zusammen tanzen, sieht es aus wie im Kaufhof!«, »Das war schön!«. Angeregt durch das Gesehene entwickeln die Kinder und Jugendlichen phantasievolle, oft sehr konkrete und eindeutige Vorschläge für eine Choreographie.



Der Arbeitsansatz



»Meine Absicht, all diese Ideen der Kinder und Jugendlichen zu sammeln und daraus etwas neues zu choreographieren, bestand von Anfang an und wurde im Laufe der Schulbesuche mit Die Werkstatt der Tänzer immer konkreter. Das breite Spektrum der Anregungen und die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen über meine Idee, aus ihren Vorschlägen einen Tanz zu gestalten, bestärkte mich mehr und mehr in meinen Plänen und mündet nun in der geplanten Choreographie Ja, dann, Kreise.« Christine Brunel



Das Ziel



Ziel des Projektes ist es, die Phantasien der Kinder und Jugendlichen zu visualisieren und künstlerisch umzusetzen, sie in die Sprache des Tanzes zu adaptieren. Somit erhalten die Wahrnehmungen, die Bilder, die Ideen und die Wünsche der jungen Zuschauer eine verdiente Wertschätzung. Das Stück ist insofern eine Hommage an alle Kinder und Jugendlichen, die durch ihre Kreativität die Choreographin Christine Brunel inspiriert haben. Darüber hinaus setzt dieses Projekt den Weg fort, den das Tanztheater Christine Brunel mit Die Werkstatt der Tänzer eingeschlagen hat: Es ist ein weiterer Schritt, Kindern und Jugendlichen die Kunstgattung Tanz näher zu bringen.



Die Vorschläge der Kinder (eine Auswahl)



Lars, 9 Jahre, 4. Klasse, Bodelschwinghschule: »Ein ruhiger Tanz mit Violin-Solo.«


Fenja, 16 Jahre, 12. Klassen, Theodor-Heuss-Gymnasium: »Der Frühling. Mit drei Tänzern und klassischer Musik. Das Kostüm für den Frühling soll auf jeden Fall grün und ein Kleid sein.«


Christiane, 16. Jahre, 12. Klasse, Theodor-Heuss-Gymnasium: »Die Unterwelt, mit dunkler Musik, mit einem Haupttänzer, der die Angst tanzt und drei TänzerInnen, die die Bedrohung zeigen.«


Gülnur, 15. Jahre, Gustav-Heinemann-Gesamtschule: »... Streit, zwei Tänzer, eine Musik mit viel Bass und schwarz-weißen Kostümen.«


Timo, 4. Klasse, Großenbruchschule: Möchte einen Feuertanz


Henrik, 9 Jahre, 3. Klasse, Großenbruchschule: Fand eigentlich alles zu langsam, was er gesehen hat. Wünscht sich trotzdem einen Schneetanz


Katharine, 10 Jahre, 4. Klasse, Bonifatius Schule »Eine rote Tulpe mit Vogelstimmen.«


Annika, 9 Jahre , 3. Klasse, Bonifatius Schule »... ein Planet mit zwei Tänzern und eine sehr ruhige Musik.«


Dennis, 9 Jahre, 3. Klasse, Grundschule Nordviertel »Ja, dann, Kreise, in alle Richtungen, überall im Raum, mit mehreren TänzerInnen.«


Patrizia, 8 Jahre, 3. Klasse, Grundschule Nordviertel: »Aus den Kreisen soll etwas von der Natur herauskommen, wie zum Beispiel Tiere, Pflanzen, Bäume. Und die Musik wie die, die wir eben gehört haben (Bach, Französische Suiten). ... Auf den Kostümen soll etwas gemalt werden, natürlich nicht so etwas wie ein Baum, aber doch etwas, das an Natur erinnert.«


»Dann fehlt eine Wiese!«, sagt Gina, 9 Jahre. »Dafür müsste die Tänzerin noch längere Haare tragen.«


Tanz: Eloisa Mirabassi, José Antonio Roque, Janusz Skubaczkowski (im Januar), Christine Brunel


Das Tanztheater Christine Brunel wird gefördert durch die Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen, das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, den Fonds Darstellender Künste und das Kulturbüro der Stadt Essen.


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