Termine:
Sa 18.03.06
18:00
Die Gestalt will immer auf ein ihr Innewohnendes verweisen. Aber sie verharrt doch bloß im Ausgedehnten. In diesem eigentümlichen Verhältnis zwischen dem Phänomen (dem Sichtbaren) und der Philosophie (dem Auftrag zur Abstraktion) hat sich die Vernunft ihrer eigenen Kritik zu stellen. Und plötzlich erscheint Tanz (bei Kleist, bei Hoffmann, bei Hegel) als ständiger Widerstand einer ›vernünftigen‹ Weltsicht. Darauf reagiert das 20. Jahrhundert mit manchmal grausamen Mitteln - Tanz wird zur ›Kunst des Blutes‹...
Autor: Franz Anton Cramer
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