Felipe Castelblanco
Rio Arriba (Upriver)

  • Do. 23.06.22 22 Uhr

Eintritt frei

Der Filmessay ›Rio Arriba (Upriver)‹ führt die Betrachter:innen in zwei Projektionen flussaufwärts des Putumayo-Flusses in die kolumbianische Pan-Amazonas-Region. Die Reise enthüllt eine vertikale Landschaft mit planetarischer Resonanz, in der indigener Widerstand, Bäume, Böden, Wolken, Licht und Schatten zusammenwirken. Vom Siona-Gebiet im unteren Amazonas – 300 Meter über dem Meerespiegel – bis zum Quillacinga-Gebiet im Hochland der kolumbianischen Anden auf 3000 m über dem Meeresspiegel. Der Film begleitet dabei den mäandernden Flusslauf, der umstrittene Territorien durchschneidet: es kommt zu Konflikten um konkurrierende Machtansprüchen zwischen Bewohner:innen und der Rohstoffindustrie ebenso wie zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Gemeinschaften, die sich der Gewalt auf der vertikalen Achse von Macht und Besetzung widersetzen.

Regie, Produktion Felipe Castelblanco Skript/Montage Felipe Castelblanco Recherche Felipe Castelblanco, Ayênan Quinchoa Kamera Felipe Castelblanco, Lydia Zimmermann Drohne Felipe Castelblanco, Ayênan Quinchoa Musik Liam Ze’ev O’Connor Umgebungsklänge Siona Healers

Archivmaterial: Erste Minga des Denkens und des Widerstands, Siona Ziobain Volk. 2017 Kolumbianisches Ministerium für Verteidigung. Press Release June 23rd, 2018

Besonderer Dank: Taita Hernando Chindoy, Familia Mojomboy, Taita Camilo Rodriguez Quispe, Taita Sandro Piaguaje. The Inga, Kamënstá, Quillacinga and Siona Nations of Putumayo, Cauca and Nariño. Ayênan Quinchoa, Heraldo Vallejo, Monica Bustamante, Camilo Pachón, Lydia Zimmermann, Francisco Carballo, Patrice Keenan und Ñambi Rimai: Pan-Amazonisches Kommunikationskollektiv.

Unterstützung von: Fachausschuss Film und Medienkunst, Kanton Basel-Stadt, Prohelvetia: Coincidencia Colombia

Felipe Castelblanco ist ein multidisziplinärer Künstler und Forscher, der an der Schnittstelle von partizipativer Film- und Medienkunst arbeitet. Seine Arbeit erforscht institutionelle Formen, schafft Plattformen für einen inter-epistemischen Dialog, wagt sich an neue Grenzen der Öffentlichkeit heran und spricht ein ungewöhnliches Publikum an entlegenen Orten an. Castelblanco graduierte an der Carnegie Mellon University und promovierte an der Kunstuniversität Linz und der Hochschule für Gestaltung und Kunst Base, wo er Wege für epistemische Gerechtigkeit in der kolumbianischen Pan-Amazonas-Region erforschte. Im Jahr 2015 war er als Kulturbeauftragter des US-Außenministeriums auf den Philippinen tätig, wo er ein partizipatives Projekt zur interkulturellen Diplomatie auf See entwickelte. Castelblanco wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet.

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